Der Mischer

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Nochmal mischen!
"Ihre Schwester hat Sie geschaffen?", vermutete Ares. "Ja, sie hatte ein Zusammentreffen mit einem äußerst charismatischen Vampir, wie sie erzählte. Sie sagt, er habe sie vor dem Sterben bewahrt." Ares schüttelte den Kopf. "Mir kommt Clarissa bekannt vor, aber ich schaffe es nicht sie einzuordnen." "Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf, meine Schwester hat ein Allerweltsgesicht", meinte Thomas unbekümmert. "Es ist interessant, ihre Fröhlichkeit scheint so ehrlich", bemerkte Ares. "Das findet man selten bei Wesen unseres Schlages." "Das liegt wohl daran, dass ich nichts Schlimmes daran finde Vampir zu sein. Sie etwa?", erklärte Thomas. Ares starrte vor sich hin. "Manchmal ist es so schlimm, dass man dem allem ein Ende bereiten will", verriet Ares und es machte ihm Spaß, Thomas etwas zu schockieren. Thomas sah ihn erschrocken an. "Weshalb?" Ares sah auf, ein emotionsloser Blick traf Thomas' Gesicht. "Sie werden es noch am eigenen Leib, an der eigenen Seele spüren. Genießen Sie es, solange Sie noch ehrlich lachen können." Nun sagte es Ares nicht mehr nur um seinen Gesprächspartner zu erschrecken, er meinte es ernst ...

aus "Des Teufels schönster Sohn"
von Mary Valgus Kelly (Autor)

Davids Kopf dröhnte. Die Schmerzen waren inzwischen kaum mehr auszuhalten. Dieser Kerl musste ihm einen gewaltigen Schlag versetzt haben. Wenn er den erwischte, dann ... Ja, was dann? Das Handy schimmerte nicht mehr, die Laterne war ausgegangen. Zuerst hatte David es gar nicht bemerkt, er musste weggedöst sein. Immer mal wieder verlor er das Bewusstsein, die meiste Zeit fühlte er sich mehr schlafend als wach. Irgendwann war ein Auto vorbei gezuckelt. Eine Sekunde lang hoffte er, der Fahrer würde halten. Aber der Wagen fuhr weiter. Dann war es wieder still. Bis auf die Hunde, die hin und wieder bellten. Wo Lilian steckte? Ob sie dem Schläger entkommen war? Aber dann hätte sie Hilfe geholt. Er wollte nicht daran denken, dass sie jetzt irgendwo lag, wie weggeworfen, hilflos. So hilflos wie er. Auf einmal musste er an Lilians Haar denken. Er würde gerne darüber streichen, jetzt und jeden Morgen. Egal, wie sehr er sich an das Allein-Leben, an seine Eigenständigkeit, an sein angenehmes Fast-Junggesellen-Dasein gewöhnt hatte. Wie schnell doch das Leben dahin floss, während man dachte, man lebte ewig ...

aus "Feuerross"
von Hildegunde Artmeier (Autor)

Bei meiner Mutter musste ich sehr stark aufpassen. Ich habe eine liebe, fürsorgliche Mutter. Aber ihre Überfürsorge hat mich sehr oft stark eingeengt. Erst als ich in die Therapie gekommen bin, habe ich es sehr stark empfunden, dass mir das bei meiner Entwicklung überhaupt nicht gut tat. Zuerst musste ich mich von meiner Mutter lösen, hätte ich das nicht gemacht, wäre ich nicht selbstständig geworden und hätte es wahnsinnig schwer im Leben gehabt. Es ist keine schlechte Sache, eine fürsorgliche Mutter zu haben, im Gegenteil, aber bis zu einem gewissen Grad ist es noch gesund, alles was darüber hinausgeht, kann für einen schwachen Menschen, wie ich einer war, schädlich sein. ...

aus "Im Banne der Essstörung"
von Carmen Rauscher (Autor)

Einst errichten wollt'st ein Zelt, uns erschaffen eine Welt, wie's uns beiden hätt'gefallen. Dünenmeere, Wälder kühle, dein verscholl'nes Herz nun fühle, fließend Blut und heiße Glut, in mir wallen ?verlier den Mut? Nicht doch ?stürze in die Flut, wo die Seel' des Mädchens ruht. ...

aus "Lagunen Lieder"
von Nico Schiefer (Autor)

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